Narrenverein Seeschrättala Oggelshausen
Narrenverein SeeschrättalaOggelshausen

Unser Häs

Der Narrenverein Seeschrättala ev. wurde am 11.11.1995 gegründet . Die Sage des Schrättales wurde im Jahre 1996 in eine Geschichte gefasst und wird seither jährlich zur Häserweckung und  Erstellung des Narrenbaums aufgeführt.

In Oggelshausen war unter den Bösen Mächten neben den Hexen das Schrättale am meisten gefürchtet, nicht nur wegen des Alpdrückens, sondern auch, weil es das Vieh plagte (Kühe gaben saure Milch und Kälber starben gleich nach der Geburt) und den Rossen Zöpfe flocht  (daher auch der geflochtene Zopf an der Maske). 

Das Erscheinungsbild des Schrättale I. ist geschlechtslos und in den Farben grau, grün, schwarz und hellblau gestaltet. Es sind die Farben des Federsees und des Nebels der hier im Federseegebiet durch das Moor ständig in Erscheinung tritt. Zum Häs gehören auch ein Stock oder ein Pferdeschweif und Strohschuhe. 
Die Maske wurde von Ernst Bendel  aus Haidgau geschnitzt und zum Teil auch individuell gestaltet. Ein geflochtener Zopf ist ein wichtiger, wegen des Bezuges zur Sage auch fester Bestandteil der Maske. 

Die Maske des Erscheinungsbildes Schrättale II entstand 2004 und wurde aus der Maske des Erscheinungsbildes I ebenfalls von Ernst Bendel in eine weibliche Maske, d.h. in eine Hexe 
umgestaltet.

Das Häs des aus der Unterwelt kommenden EBS II wurde in  den dunkleren Naturfarben des Sees gestaltet. Die Sage der weiblichen Maske findet ihren Ursprung in der Überlieferung eines alten Aberglaubens der Seebewohner. Danach wurde nach einer Totgeburt die Hebamme dafür verantwortlich gemacht und als Hexe verbannt, oftmals aber auch verbrannt.  
Der zum EBS II gehörende Besen ist auf einen alten Brauch zurückzuführen. Um Krankheiten   zu bekämpfen wurde das Böse in Reissig gebündelt und in eine heute noch stehende  Kapelle, die sogenannten Besenkapelle gelegt. 

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